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Season 01 ... 2. Episode



Auf Entzug ... Flushed


Meistens, so Max, fühlte sie sich wie alle anderen, "als Teil der bedrängten Masse, die versucht im Nebel zurechtzukommen." Aber sie weiß, dass sie nicht wirklich Teil dieser Menschen ist, und das wird ihr immer wieder schmerzlich bewusst: "Das Schlimme ist nur, ich bin nicht wie sie. Ich wurde gebaut, nicht geboren. Und weil es Menschen waren, die mich gebaut haben, sind irgend-wann im Laufe der Entwicklung ein paar Schalter in meinem Kopf durcheinander geraten. Irgendjemand hat herumgemurkst. Und so fühle ich mich auch an ein paar Tagen: total vermurkst."

Auf Entzug beginnt mit so einem Tag, wo sie sich "total vermurkst" fühlt. Sie beschafft sich ein Fläschchen Tryptophan wie Junkies sich ihre Drogen beschaffen. Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure (das heißt der menschliche Organismus kann sie nicht selbst synthetisieren, sondern muss sie sich zuführen), und spielt im Neurotransmitterhaushalt des menschlichen Gehirns eine wichtige Rolle. Im Wesentlichen dient es zur Herstellung des Serotonins, einem Botenstoff, ohne dem die Synapsen sehr schnell "verrückt spielen": Ein Mangel an Tryptophan führt zu schweren Ausfallerscheinungen wie Anorexie (Magersucht), Pellagra (einer Hautkrankheit mit oft tödlichem Ausgang), chronischer Schlaflosigkeit (infolge davon zu harten Aggressionsanfällen und schweren Halluzinationen), zu Alkoholismus sowie zu extremer Depression, Manie, Epilepsie sowie zu Schizophrenie und Demenz (vorzeitiger "Verblödung"). Unglücklicherweise gehört Tryptophan zu den Aminosäuren, die in den gewöhnlichen Nahrungsmitteln, die der Mensch zu sich nimmt, am wenigsten vertreten ist.

Max beschafft sich für teures Geld ein Fläschchen Tryptophan (das nicht illegal ist, sondern nur teuer) und wirft sich gierig ein paar Pillen ein. Tief getroffen und von sich selbst abgestoßen - das Geld, das sie für das Tryptophan auf den Tisch legen musste, hatte sie ihren Arbeitskollegen ge-stohlen - geht sie zu Logan Cale, der sie zum Essen eingeladen hat. Nichts weiter. Kein Auftrag. "Es gibt nichts Besonderes", so Logan, "nur eines meiner kulinarischen, ganz gewöhnlichen Wunder." Sie bleibt bei ihm, obgleich sie keinen Hunger hat. Bald setzen Schweißausbrüche und Konvulsionen ein und sie erniedrigt sich noch mehr, indem sie Dinge sagt wie: "Ich sollte eine Superfrau werden - in Wahrheit bin ich Ausschussware." Sie erinnert sich an ihren Pflegevater, der sie und ihre "Schwester" wie Dreck behandelte. Als sie ihn entschuldigt - "er brauchte jeman-den, dem er die Schuld geben konnte" - verstärkt sich ihr Anfall. Das Zeug, das sie sich gekauft hatte, war zu wenig (oder zu schlecht). Sie wird fahrig, verfällt schließlich in Zuckungen und Krämpfe wie ein Junkie "auf Entzug". Logan kann nichts weiter für sie tun, als ihr zu verspre-chen, dass er sie in ihrem Zustand nicht allein lässt.

Obgleich die geschilderten Ereignisse weniger als sieben Minuten dieser Episode ausmachen, war das für 20th Century Fox schon ziemlich harter Stoff. Es herrschte gleichsam Aufruhr in den Chef-Etagen. Eine Heldin als Quasi-Junkie? Konnte man Derartiges senden? Einem Publikum vorführen, das zwar Helden mit diversen Schwächen liebt - aber geht die Schilderung des psychi-schen Zusammenbruchs der Heldin in einem immerhin nicht billigen Serial nicht ein bisschen zu weit?

Doch die Produzenten der Serie setzten sich dafür ein, dass die Episode, so wie sie schließlich "stand", über die Sender ging. Und sie hatten auch Erfolg. Was natürlich auch daran lag, dass Dark Angel in den USA bereits mit dem Pilotfilm und der ersten Episode "eingeschlagen" hat wie kaum eine andere SF-Serie: Das ging so weit, dass sie von verschiedenen Seiten als die einzige und wahre Nachfolge des Star Trek-Universums bezeichnet wurde. Bis zu Flushed hatte sie Ein-schaltquoten erzielt, die es den Fox-Verantwortlichen vermutlich nicht allzu schwer machte, ihre Bedenken hintanzustellen.

Als Max völlig am Ende ist (ihre Freundinnen haben das Tryptophan, weil sie sie für eine Junkie hielten, die Toilette runtergespült), überfällt sie eine Klinik, um an Tryptophan zu kommen. Sie zieht alle ihre Register als "Killermaschine" (Logan über sie), aber in ihrem psychischen Zustand gelingt es dem Sicherheitsdienst, sie zu überwältigen. Sie wird in einen Polizeiwagen gezerrt und in den Knast geworfen. Man macht die üblichen Verbrecherfotos von ihr. Sie macht die Hölle des Entzugs durch, wozu auch alptraumhafte Sequenzen aus Manticore gehören. Aber sie muss raus, sie würde ohne Tryptophan keine drei Tage überleben. Und schließlich hat sie Erfahrung in Sa-chen Flucht. Ein etwas bizarrer Mitgefangener unterstützt sie und gemeinsam machen sie sich daran, die Mauern des Zuchthauses zu überwinden. Aber selbst der "Kampfmaschine", als die man sie "gebaut" hat, gelingt diesmal nicht die Flucht. Als sie wieder aufwacht (der Fluchtver-such endete in einem Fiasko), findet sie sich im Haus des Gefängnisdirektors wieder, wo sie Ma-ria begegnet, einem jungen Mädchen, dessen Mutter bei einem Gefängnisaufstand getötet und daraufhin vom Direktor "aufgenommen" wurde. Offensichtlich ist, dass der Direktor sie nicht aus Menschlichkeit bei sich aufgenommen hat. Als Max versucht, Maria vor dessen Zugriff zu retten, bricht sie zusammen (der Direktor sieht den Manticore-Barcode in ihrem Nacken) und das Einzi-ge, was er dazu zu sagen hat: "Ich hatte sowieso keinen Spaß mehr mit ihr (er meint Maria) - aber jetzt bist du ja da." Logan beschafft sich mittlerweile von einem "korrupten Bullen" eine Flasche Tryptophan und lässt ihr die Flasche auf Umwegen zukommen. Auch Lydecker hat mittlerweile über einen Informanten Max' Aufenthaltsort erfahren und und stürmt das Gefängnis wider alle Regeln und Gesetze. Er setzt seine Leute darauf an, alle Gefangenen nach einem Barcode zu che-cken. Ergebnislos. Erst dann erfährt er, dass es da noch ein "Arbeitskommando" im Haus des Direktors gibt. "Dann los", meint er lakonisch.

Er hat aber nicht in Betracht gezogen, dass Max Dank der Pillen wieder die Kampfmaschine ist, zu der sie gemacht worden war. Sie nimmt den Direktor als Geisel - und Maria mit auf den Weg in die Freiheit - und in der Folge gibt es eine Menge Action und Tote, darunter auch den Direktor.

Fazit: Flushed ist eine sehr intensive Episode, denn selten erlebt man einen Superhelden derart am Ende. Dass sie aus der Hölle des Entzugs schließlich herauskommt, liegt an ihren Freunden bei Jam Pony und nicht zuletzt an Logan Cale, der sie in ihren schlimmsten Stunden nicht alleine lässt.

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